Herxheim, 9.04. Klaus Barthel hat sich nach zehn Jahren an der Spitze der AfA nicht erneut für das Amt beworben. Um die Nachfolge hat auf dem Bundeskongress in Bad Kreuznach die ausgebildete Volkswirtin Kiziltepe hat beworben. Ihre politische Karriere hat sie als Mitarbeiterin des legendären SPD-Sozialpolitikers Ottmar Schreiner begonnen. Er habe sie sehr geprägt, hatte Kiziltepe gesagt. Schreiner war explizit links und legte sich immer wieder mit einem aus seiner Sicht zu oft nahe an den Unternehmensinteressen orientierten SPD-Spitzen an. In ihrer Bewerbungsrede machte Cansel Kiziltepe deutlich, „Dass die AfA ein lebenswichtiges Organ der SPD ist, gleichzeitig Auge, Ohr und Herzkammer der Partei." Eine Aussage, die vor 50 Jahren Herbert Wehner bei der AfA-Gründung wählte. Im Bild der langjährige Betriebsratsvorsitzende vom Daimler-LKW-Werk in Wörth, Ulli Edelmann sowie Erwin Welsch.
Herxheim, 9.04. Die Bundestagsabgeordnete und Parlamentarische Staatssekretärin im Ministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen Cansel Kiziltepe (im Bild im Kreis der südpfälzischen Delegierten) aus Berlin wurde mit 95 % zur neuen AfA-Vorsitzenden gewählt. Sie ist die erste Frau in dieser Funktion und in den nächsten Jahren mit einem verjüngten Vorstand aus allen Bundesländern arbeiten können. „Ich freue mich, jetzt an die Spitze der AfA zu treten. Wir als AfA sind das Scharnier zwischen der SPD und den Gewerkschaften. Wir haben viel zu tun: Digitalisierung, der ökologische Wandel und die Umstellung auf erneuerbare Energien sind große Herausforderungen. Die besten Antworten darauf können häufig die Arbeiterinnen und Arbeiter in den Betrieben geben. Wir wollen ihnen mehr Gehör verschaffen. Der Wandel betrifft alle Branchen und wir als AfA werden in Zukunft einen noch größeren Fokus darauf legen, neue und alte Industrie zusammenzubringen – und das immer Hand in Hand mit den Gewerkschaften.“
Herxheim, 9.04. Mit großer Mehrheit hat sich der AfA-Bundeskongress für eine Umbenennung entscheiden. Hinter dem Kürzel AfA steht zukünftig die Arbeitsgemeinschaft für Arbeit. 2023 wird die AfA 50 Jahre alt, dann soll die Umbenennung vollzogen werden. In seinem Redebeitrag hat der AfA-UB-Vorsitzende Erwin Welsch für eine Umbenennung geworben. „Die SPD und damit auch die AfA hat ihre Wurzeln in der Arbeiterinnen und Arbeiterbewegung. Dabei haben wir uns im Kern an den Bedürfnissen derjenigen Menschen zu orientieren, die Ihren Lebensunterhalt durch Arbeit sichern“, so Welsch. Sehr intensiv wurde eine Resolution „Friedenspolitik bliebt unsre Aufgabe – trotz Putin und alledem“ beraten und mit großer Mehrheit auf den Weg gebracht. Die AfA konnte in Bad Kreuznach zahlreiche prominente Gäste begrüßen, unter die SPD-Parteivorsitzende Saskia Esken und Generalsekretär Kevin Kühnert.
Herxheim, 8.04. Drei Tage Sitzungsmarathon absolvierten die AfA-Delegierten aus ganz Deutschland von Freitag bis Sonntag im Bad Kreuznacher Kurhaus. Die südpfälzischen Delegierten waren dabei zahlenmäßig stark vertreten. Von den 15 Delegierten gehören sechs der AfA-UB-Südpfalz an. Auf dem Bild von links nach rechts: AfA-UB-Vorsitzender Erwin Welsch, Frank Jordan, Minister Alexander Schweitzer, Ulli Edelmann, AfA-Landesvorsitzender Michael Jung (hinten), Nils Diesel, Fabian Barchet und Akdemir Murat. Der langjährige Bundesvorsitzende Klaus Barthel machte bei der Begrüßung deutlich, „Dass das Engagement der SPD-Arbeitnehmerschaft für das Zukunftsprogramm und die Kanzlerschaft von Olaf Scholz sich gelohnt haben.“ „Wir haben die Meinungsführerschaft in den Kernfragen der Wirtschafts- und Sozialpolitik zurückgewonnen“, so Barthel weiter.
Alexander Schweitzer, MdL

Florian Meier, MdL
Markus Kropfreiter, MdL
Dr. Katrin Rehag-Nitsche, MdL
